Messstetten

In der baden-württembergischen Provinz werden 2015 in einer ausgedienten Kaserne Flüchtlinge untergebracht – das neu entstandene Flüchtlingsheim in der Kleinstadt Meßstetten sorgt in der Region für Ängste (SWR-Webdoku von Sandra Müller und Katharina Thoms).

Mit Folgen für die Medien vor Ort: Als größte Regionalzeitung im Zollernalbkreis sehen wir uns beim Zollern-Alb-Kurier plötzlich erhitzten Diskussionen, Falschmeldungen, Gerüchten und den unweigerlich folgenden „Lügenpresse“-Vorwürfen ausgesetzt.

Wir kämpfen gegen Windmühlen.

2015 im Interview mit dem NDR-Medienmagazin ZAPP

Ich habe mich daraufhin intensiv mit den Lesern unserer Zeitung auseinandergesetzt, die Arbeit der Redakteure erklärt, eigene Recherchen, aber auch Zweifel transparent gemacht. Zwei Jahre lang habe ich immer wieder das persönliche Gespräch mit unseren Kritikern gesucht – häufig rund um die Uhr. Dabei haben wir eine Menge gelernt: über Medien, unsere Leser und die Leute, die in diesen Tagen auf Kriegsfuß mit uns klassischen Medien stehen. 

Wir erreichen zwar Menschen mit abgeschlossenen Weltbildern nicht. Aber beim Zollern-Alb-Kurier haben wir in den vergangenen Jahren eines gelernt: Es lohnt sich, jenen, die an uns zweifeln, unsere Arbeit haarklein zu erklären.

2016 auf Übermedien.de

So anstrengend unser Arbeitsalltag wurde, so sehr hat sich die Arbeit am Ende gelohnt: Einst zweifelnde Leser verteidigen heute sogar unsere Arbeit in den Kommentarspalten der Zeitung oder erklären ihrerseits die Arbeit der Lokalredakteure.

Die Trolle (Panorama, ARD)
Im Netz der Lügen – der Kampf gegen Fake-News (Die Story im Ersten, ARD)
Vertrauen verspielt? Wie Medien um Glaubwürdigkeit kämpfen (Die Story im Ersten, ARD)
Flüchtlingsgerüchte in Meßstetten (SWR 3)
Wie wir mit der Hetze fertig geworden sind (Übermedien.de)
Ein paar mehr dürfen es wieder sein (Benno Stieber, taz)
Thema Flüchtlinge: Zurücklehnen geht nicht (Dorothee Hermann, Schwäbisches Tagblatt)
Zwischen Gerüchteküche und Glaubwürdigkeit (Deutscher Journalisten-Verband)